Arnika
Arnica montana L.
Familie: Asteraceae (Korbblütler)
Steckbrief
- Pflanzenteile
- Blüten (Arnicae flos), seltener Wurzel
- Sammelzeit
- Juni–August (kurz nach dem Aufblühen)
- Vorkommen
- Gebirgswiesen Mittel- und Südeuropas; in Deutschland streng geschützt!
- Volksnamen
- Bergwohlverleih, Fallkraut, Wundkraut, Kraftwurz, Johannisblume
Wirkungen
- Entzündungshemmend (Helenalin hemmt NF-κB)
- Ödemhemmend, abschwellend
- Analgetisch (schmerzlindernd)
- Durchblutungsfördernd
- Antimikrobiell (ätherisches Öl)
- Schwach thrombozytenaggregationshemmend
Wirkstoffe
- Sesquiterpenlactone: Helenalin, Dihydrohelenalin (entzündungshemmend, aber auch allergen)
- Ätherisches Öl (0,2–0,35 %): Thymol, Thymolmethylether, Sesquiterpenalkohole
- Flavonoide: Isoquercitrin, Astragalin, Luteolin
- Phenylcarbonsäuren: Chlorogensäure, Kaffeesäurederivate
- Polysaccharide
- Carbonsäuren: Äpfelsäure, Fumarsäure
Anwendungsgebiete
Innere Anwendung
- Nur homöopathisch in üblichen Verdünnungen (D4 und höher)
- Pflanzliche Zubereitung innerlich: Toxisch! – nur unter ärztlicher Aufsicht
Zubereitung & Dosierung
| Art | Anleitung | Dosierung |
|---|---|---|
| Tinktur (äußerlich) | 1:10 in 70% Alkohol; unverdünnt nur auf intakter Haut | 3–4x täglich auftragen |
| Verdünnte Tinktur | 1 Teil Tinktur : 3–10 Teile Wasser für Umschläge | Als feuchten Umschlag auflegen |
| Salbe/Creme | 15% Tinktur oder 20–25% Ölauszug in Cremebasis | 2–3x täglich |
| Umschlag | Tinktur 1:3 verdünnt, feuchtes Tuch | Mehrmals täglich |
Sicherheit
Kontraindikationen
- Offene Wunden (Tinktur unverdünnt nicht auf offene Wunden!)
- Allergie gegen Korbblütler (Helenalin ist häufiges Kontaktallergen)
- Bei Daueranwendung: Kontaktdermatitis-Risiko steigt
Wechselwirkungen
- Antikoagulanzien: Theoretisch verstärkte Blutungsneigung möglich (klinisch kaum relevant bei äußerlicher Anwendung)
Schwangerschaft & Stillzeit
Äußerlich: Vorsicht, keine ausreichenden Daten Innerlich: Kontraindiziert
Besonderheiten
- Arnika steht in Deutschland unter Naturschutz (FFH-Richtlinie) – Wildsammlung verboten, nur Kultivierung oder Import
- Die Blütenköpfchen werden von wildlebenden Arnika-Beständen außerhalb Deutschlands oder aus Kulturen gesammelt
- Helenalin ist zugleich der Hauptwirkstoff und das Hauptallergen – sorgfältige Dosierung wichtig
- Bei regelmäßiger Anwendung Sensibilisierung möglich (allergische Kontaktdermatitis)
- Kommission-E-Monografie: Positiv für äußerliche Anwendung
Arnika – Arnica montana gehört zu den Asteraceae (Korbblütler) und arnika steht in Deutschland unter Naturschutz (FFH-Richtlinie) – Wildsammlung verboten, nur Kultivierung oder Import.
Besonderheiten
- Arnika steht in Deutschland unter Naturschutz (FFH-Richtlinie) – Wildsammlung verboten, nur Kultivierung oder Import
- Die Blütenköpfchen werden von wildlebenden Arnika-Beständen außerhalb Deutschlands oder aus Kulturen gesammelt
- Helenalin ist zugleich der Hauptwirkstoff und das Hauptallergen – sorgfältige Dosierung wichtig
- Bei regelmäßiger Anwendung Sensibilisierung möglich (allergische Kontaktdermatitis)
- Kommission-E-Monografie: Positiv für äußerliche Anwendung
Verwandte Anwendungsgebiete
Bewegungsapparat
Gelenk- und Muskelbeschwerden, rheumatische Erkrankungen und Sportverletzungen sind häufige Beschwerden, bei denen Phytotherapeutika entzündungshemmend, schmerzlindernd und durchblutungsfördernd wirken – sowohl äußerlich als auch innerlich.
Haut
Die Haut ist das größte Organ des Menschen und Spiegel innerer Gesundheit. Phytotherapeutika wirken lokal entzündungshemmend, wundheilungsfördernd, antimikrobiell und juckreizlindernd – mit breitem Anwendungsspektrum von Wunden über Ekzeme bis hin zu Akne und Pilzinfektionen.
Häufige Fragen
Wofür wird Arnika verwendet?
Nur homöopathisch in üblichen Verdünnungen (D4 und höher), Pflanzliche Zubereitung innerlich: Toxisch! – nur unter ärztlicher Aufsicht
Wie bereitet man Arnika als Tee zu?
1:10 in 70% Alkohol; unverdünnt nur auf intakter Haut Dosierung: 3–4x täglich auftragen
Hat Arnika Wechselwirkungen?
Antikoagulanzien: Theoretisch verstärkte Blutungsneigung möglich (klinisch kaum relevant bei äußerlicher Anwendung)