Bärlauch

Allium ursinum L.

Familie: Amaryllidaceae (Amaryllisgewächse)

Steckbrief

Pflanzenteile
Blätter, Blüten, Zwiebel (Allii ursini herba/bulbus)
Sammelzeit
März–Mai (vor der Blüte beste Qualität)
Vorkommen
Europa, Westasien; feuchte Laubwälder, Auenwälder, Bachufer
Volksnamen
Wilder Knoblauch, Waldknoblauch, Hexenzwiebel, Ramsen, Bärenzwiebel

Wirkungen

  • Antibakteriell (Allicin – breit wirksam)
  • Antifungal (gegen Candida und andere Pilze)
  • Blutdrucksenkend (leicht)
  • Cholesterinsenkend (LDL-Reduktion)
  • Antioxidativ
  • Verdauungsfördernd, karminativ (blähungswidrig)
  • Durchblutungsfördernd
  • Entgiftend (unterstützt Leber)

Wirkstoffe

  • Schwefelverbindungen: Allicin (entsteht enzymatisch aus Alliin), Ajoene, Methiin, Isoalliin
  • Flavonoide: Quercetin, Kaempferol
  • Vitamin C (frische Blätter)
  • Polyphenole: Chlorogensäure
  • Saponine (Zwiebel)
  • Mineralstoffe: Eisen, Mangan, Selen (Spuren)

Anwendungsgebiete

Innere Anwendung

  • Vorbeugung und Behandlung von Erkältungen
  • Darminfektionen (bakterielle), Dysbiose
  • Arteriosklerose-Prävention (begleitend)
  • Bluthochdruck (leicht erhöhter Blutdruck, unterstützend)
  • Hyperlipidämie (begleitend)
  • Frühjahrskur, Entgiftung

Äußere Anwendung

  • Hautinfektionen, Pilzinfektionen (Frischpflanzenbrei)
  • Insektenstiche (traditionell)

Zubereitung & Dosierung

Art Anleitung Dosierung
Frisch (Salat, Pesto) Frische Blätter waschen, fein schneiden oder pürieren 2–5 g frische Blätter täglich
Saft Frische Blätter entsaften 2–3 EL täglich
Tinktur 1:5 in 45% Alkohol, frische Blätter 3x 30–40 Tropfen täglich
Tee (Aufguss) 2 g getrocknete Blätter auf 150 ml kochendem Wasser, 5 Min. 2–3x täglich
Kapseln Gefriergetrocknetes Pulver Laut Packungsbeilage

Sicherheit

Kontraindikationen

  • Magenschleimhautreizung, Magengeschwüre (Schwefelverbindungen reizend)
  • Bekannte Knoblauch-Allergie

Wechselwirkungen

  • Antikoagulanzien (Marcumar, Aspirin): Verstärkte Blutungsneigung möglich – Rücksprache empfohlen
  • Blutdruckmittel: Additive Wirkung möglich

Schwangerschaft & Stillzeit

In Speisemengen unbedenklich Höhere Dosen als Heilpflanze: Keine ausreichenden Daten – Vorsicht

Besonderheiten

  • Bärlauch enthält im Frühjahr mehr Vitamin C als Zitronen (frische Blätter)
  • Der Name "Bärlauch" leitet sich davon ab, dass Bären nach dem Winterschlaf die ersten Bärlauchpflanzen fressen
  • Allicin ist nur in frischen oder zerstörten Blättern vorhanden – beim Kochen wird es weitgehend inaktiviert
  • Bärlauch-Pesto ist ein beliebtes Frühjahrs-Superfood (roh verarbeiten für maximale Wirkstofferhaltung)
  • Im Gegensatz zu Knoblauch keine Mundgeruch-Problematik bei Wildsammlung/frischem Verzehr (schwächer)

Bärlauch – Allium ursinum gehört zu den Amaryllidaceae (Amaryllisgewächse) und bärlauch enthält im Frühjahr mehr Vitamin C als Zitronen (frische Blätter).

Besonderheiten

  • Bärlauch enthält im Frühjahr mehr Vitamin C als Zitronen (frische Blätter)
  • Der Name “Bärlauch” leitet sich davon ab, dass Bären nach dem Winterschlaf die ersten Bärlauchpflanzen fressen
  • Allicin ist nur in frischen oder zerstörten Blättern vorhanden – beim Kochen wird es weitgehend inaktiviert
  • Bärlauch-Pesto ist ein beliebtes Frühjahrs-Superfood (roh verarbeiten für maximale Wirkstofferhaltung)
  • Im Gegensatz zu Knoblauch keine Mundgeruch-Problematik bei Wildsammlung/frischem Verzehr (schwächer)

Verwandte Anwendungsgebiete

Häufige Fragen

Wofür wird Bärlauch verwendet?
Vorbeugung und Behandlung von Erkältungen, Darminfektionen (bakterielle), Dysbiose, Arteriosklerose-Prävention (begleitend)
Wie bereitet man Bärlauch als Tee zu?
2 g getrocknete Blätter auf 150 ml kochendem Wasser, 5 Min. Dosierung: 2–3x täglich
Hat Bärlauch Wechselwirkungen?
Antikoagulanzien (Marcumar, Aspirin): Verstärkte Blutungsneigung möglich – Rücksprache empfohlen Blutdruckmittel: Additive Wirkung möglich