Beinwell

Symphytum officinale L.

Familie: Boraginaceae (Raublattgewächse)

Steckbrief

Pflanzenteile
Wurzel (Symphyti radix), Blätter (äußerlich)
Sammelzeit
Wurzel: Frühjahr oder Herbst; Blätter: Mai–Juli
Vorkommen
Europa, Westasien; feuchte Wiesen, Bachufer, Gräben
Volksnamen
Echter Beinwell, Schwarzwurz, Wallwurz, Beinwurz, Schmalwurz

Wirkungen

  • Zellproliferationsfördernd (Allantoin – fördert Gewebeaufbau und Wundheilung)
  • Entzündungshemmend (Rosmarinsäure, Allantoin)
  • Schmerzlindernd (äußerlich)
  • Reizmildernd/demulzierend (Schleimstoffe)
  • Schwellungsreduzierend
  • Knochenbruchheilung unterstützend (traditionell – daher Name "Beinwell" = "den Knochen heilend")

Wirkstoffe

  • Allantoin (0,6–1,0 % in der Wurzel): Zellproliferationsfördernd, wundheilungsfördernd
  • Pyrrolizidinalkaloide (PA): Symphytin, Echimidine, Intermedin (hepatotoxisch! – nur äußerlich)
  • Schleimstoffe: Heteropolysaccharide (bis 29 % in der Wurzel)
  • Gerbstoffe: Rosmarinsäure, andere Phenylcarbonsäuren
  • Cholin
  • Asparagin

Anwendungsgebiete

Innere Anwendung

  • Nur mit PA-armen Zubereitungen (< 1 ppm PA) und kurzzeitig
  • Magen-Darm-Schleimhautentzündungen (Schleimfraktion)
  • Traditionell – heutzutage wegen PA-Risiko nicht mehr empfohlen

Zubereitung & Dosierung

Art Anleitung Dosierung
Salbe/Creme (äußerlich) Fertigprodukt mit 35% Frischpflanzenextrakt (standardisiert) 2–3x täglich auf betroffene Stelle
Umschlag Frisch geriebene Wurzel oder Blätter in Tuch wickeln 2–3x täglich 20–30 Min.
Ölauszug Wurzel in Olivenöl kalt ansetzen (4 Wochen) Für Salbenherstellung
Hinweis Tagesdosis PA Max. 1 µg PA täglich bei äußerlicher Anwendung Nicht über 4–6 Wochen täglich

Sicherheit

Kontraindikationen

  • Innere Einnahme: Nicht empfohlen (Pyrrolizidinalkaloide – hepatotoxisch, genotoxisch)
  • Nicht auf offene Wunden (außer speziell vorbereitete Zubereitungen)
  • Schwangerschaft und Stillzeit: Äußerlich nur kurzfristig, innerlich kontraindiziert
  • Kinder unter 2 Jahren: Nicht anwenden

Wechselwirkungen

  • Innerlich: Verstärkung hepatotoxischer Medikamente theoretisch möglich

Schwangerschaft & Stillzeit

Äußerlich: Kurzfristig möglich, Anwendung auf großen Flächen meiden Innerlich: Kontraindiziert

Besonderheiten

  • Der Name "Beinwell" leitet sich vom mittelhochdeutschen "bein" (Knochen) ab – traditionell bei Knochenbrüchen eingesetzt
  • Symphytum kommt vom griechischen "symphyein" = zusammenwachsen
  • Allantoin ist ein FDA-anerkannter Wirkstoff in Wundcremes und Hautpflegeprodukten
  • Klinische Studien bestätigen Wirksamkeit bei Rücken- und Knieschmerzen (Arthrosekomponente)
  • Kommission-E-Monografie: Positiv (nur äußerliche Anwendung)

Beinwell – Symphytum officinale gehört zu den Boraginaceae (Raublattgewächse) und der Name “Beinwell” leitet sich vom mittelhochdeutschen “bein” (Knochen) ab – traditionell bei Knochenbrüchen eingesetzt.

Besonderheiten

  • Der Name “Beinwell” leitet sich vom mittelhochdeutschen “bein” (Knochen) ab – traditionell bei Knochenbrüchen eingesetzt
  • Symphytum kommt vom griechischen “symphyein” = zusammenwachsen
  • Allantoin ist ein FDA-anerkannter Wirkstoff in Wundcremes und Hautpflegeprodukten
  • Klinische Studien bestätigen Wirksamkeit bei Rücken- und Knieschmerzen (Arthrosekomponente)
  • Kommission-E-Monografie: Positiv (nur äußerliche Anwendung)

Verwandte Anwendungsgebiete

Häufige Fragen

Wofür wird Beinwell verwendet?
Nur mit PA-armen Zubereitungen (< 1 ppm PA) und kurzzeitig, Magen-Darm-Schleimhautentzündungen (Schleimfraktion), Traditionell – heutzutage wegen PA-Risiko nicht mehr empfohlen
Wie bereitet man Beinwell als Tee zu?
Fertigprodukt mit 35% Frischpflanzenextrakt (standardisiert) Dosierung: 2–3x täglich auf betroffene Stelle
Hat Beinwell Wechselwirkungen?
Innerlich: Verstärkung hepatotoxischer Medikamente theoretisch möglich